Seitensprungwillige bekommen Hilfe von Seitensprungagenturen
19. Januar 2011Sex sells! Sicherlich richtig ist diese jetzt allgemeingültige Wahrheit, die wohl jeder kennt. Und da in der virtuellen Welt jetzt ein großer Teil unseres Daseins geschieht, ist auch hier alles, was mit der wichtigsten Nebensache der Welt zusammenhängt, zugänglich. Neben Onlinepartnervermittlungen finden sich vermehrt auch Plattformen, auf denen sich Menschen verabreden können, die zwar einen Partner haben, aber eben auf der Suche nach einem sexuellen Stelldichein zwischendurch sind. Die Rede ist von Seitensprung-Agenturen, die dem anfragenden Klienten im Verlgeich Sexkontakte vermitteln - diskret versteht sich! Nichts mehr im Weg steht folglich dem geplanten Ehebruch damit… Denn es liegen die Vorteile auf der Hand: Ein weitaus vielfältigeres Angebot steht den Wartenden online zur Verfügung. Da man ja schließlich unter einem Pseudonym unterwegs ist, fühlt man sich außerdem ganz einfach anonymer als in der Disco um die Ecke. Und eine gar zu peinliche Abfuhr muss man ebenso nicht befürchten, denn man darf ja davon ausgehen, auf Gleichgesinnte zu treffen, sodass peinliche Missverständnisse ausgeschlossen sind. Männer müssen für ihre Zutritte monatliche Beiträge entrichten, welche allerdings bis zu 30 Euro betragen können, während für Frauen diese Vermittlungen zumeist kostenlos sind. Die Seriosität der Seite soll durch die Hemmschwelle dieses Mitgliederbeitrags unterstrichen werden und vor Spaßvögeln und sogenannten “Trollen” schützen. Man(n) macht sich dann auf die Suche nach einem (oder mehreren) Partner(n), die den eigenen Hoffnungen gleichen, anhand eines gemachten Profils, für das man Mitteilungen zur Person und ggf. auch seine Vorstellungen und Fotos zeigt. Den/Die Richtige(n) muss man also nur auffinden! Und da liegt offensichtlich ein Problem: Eine Sicherheit, dass man für das eigene Geld auch etwas bekommt , also einen Partner für den Seitensprung, gibt es auch bei vermeintlich seriösen Partnerbörsen nicht. Nicht den gewünschten Erfolg nutzen zu können, obwohl man Aufwand und auch Geld investiert hat, bleibt das Risiko. Hat man jedoch dann jemanden entdeckt , der den eigenen Ansprüchen zu genügen scheint, kann der verbale Austausch stattfinden und zur virtuellen Erotik übergehen. Im realen Leben steht die die Verabredung an, wenn beide Nutzer einverstanden sind. Dass sich die Wünsche dann nicht ganz herb getäuscht sehen, beim bevorstehenden Treffen, bleibt zu erhoffen! Denn solcher Internetbörsen haben ihren beachtenswerten Nachteil sicherlich hierin: Man muss darauf vertrauen , dass es das der Andere genauso aufrichtig mit einem meint und die wohlwollenden “Beschönigungen” in der Eigeneinschätzung nicht zu heftig mit der Realität auf Kriegsfuß stehen. Denn früher oder später, sofern es dann bei einem realen Treffen ernst wird, lässt sich über die Tatsächlichkeit nicht mehr hinwegtäuschen. Und da sind wir schon bei der anderen allgemeingültigen Wahrheit: Über Geschmack lässt sich streiten…